Neuer Ansatzpunkt zur Gewichtsabnahme: NK2R-Agonisten steigern den Energieverbrauch und reduzieren den Appetit ohne Nebenwirkungen! Blog#142
Ein Forscherteam der Universität Kopenhagen hat einen neuen, vielversprechenden Ansatz zur Behandlung von Adipositas und Typ-2-Diabetes entdeckt. Neurokinin-2-Rezeptor (NK2R) Agonisten reduzieren den Appetit, erhöhen den Energieverbrauch und vermeiden typische Nebenwirkungen wie Übelkeit oder Muskelabbau. Die am 13. November 2024 in Nature (LINK) präsentierten präklinischen Daten unterstreichen den potenziellen Nutzen dieser Substanzklasse für zukünftige Behandlungsstrategien.
Rund ein Fünftel der deutschen Bevölkerung ist von Adipositas betroffen, was den dringenden Bedarf an wirksamen und gut verträglichen Therapien unterstreicht. Zwar helfen aktuelle Wirkstoffe wie Inkretinmimetika – zu denen auch Semaglutid zählt – dabei, den Appetit zu zügeln und den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, doch sind sie oft mit unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall gehören zu den häufigsten Gründen, warum viele Patienten ihre Behandlung frühzeitig abbrechen.
Für eine nachhaltige Therapie von Stoffwechselerkrankungen ist es entscheidend, sowohl die Kalorienzufuhr zu senken als auch den Energieumsatz zu steigern. Gängige Medikamente greifen jedoch meist nur an einem dieser Punkte an. Der innovative NK2R-Ansatz hingegen integriert beide Mechanismen gleichzeitig.
Präklinische Studien an Mäusen und nicht-menschlichen Primaten zeigten, dass die Aktivierung von NK2R sowohl den Kalorienverbrauch erhöht als auch den Appetit senkt. Besonders bemerkenswert war das Fehlen gastrointestinaler Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, die bei bestehenden Therapien häufig auftreten.
Rund ein Fünftel der deutschen Bevölkerung ist von Adipositas betroffen, was den dringenden Bedarf an wirksamen und gut verträglichen Therapien unterstreicht. Zwar helfen aktuelle Wirkstoffe wie Inkretinmimetika – zu denen auch Semaglutid zählt – dabei, den Appetit zu zügeln und den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, doch sind sie oft mit unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden. Übelkeit, Erbrechen und Durchfall gehören zu den häufigsten Gründen, warum viele Patienten ihre Behandlung frühzeitig abbrechen.
Für eine nachhaltige Therapie von Stoffwechselerkrankungen ist es entscheidend, sowohl die Kalorienzufuhr zu senken als auch den Energieumsatz zu steigern. Gängige Medikamente greifen jedoch meist nur an einem dieser Punkte an. Der innovative NK2R-Ansatz hingegen integriert beide Mechanismen gleichzeitig.
Der Neurokinin-2-Rezeptor (NK2R): Ein neuer Ansatz zur Gewichtsreduktion
Wissenschaftler der Universität Kopenhagen identifizierten den Neurokinin-2-Rezeptor (NK2R) als vielversprechendes Ziel für die Gewichtsabnahme. Genetische Screenings belegten seine zentrale Rolle bei der Regulierung des Energiehaushalts und der Glukosekontrolle.Präklinische Studien an Mäusen und nicht-menschlichen Primaten zeigten, dass die Aktivierung von NK2R sowohl den Kalorienverbrauch erhöht als auch den Appetit senkt. Besonders bemerkenswert war das Fehlen gastrointestinaler Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen, die bei bestehenden Therapien häufig auftreten.
NK2R-Agonisten in Tierversuchen: EB0014 und EB1001
Zwei Wirkstoffe standen im Fokus der Untersuchungen:- EB0014: Dieses Peptid hat eine Halbwertszeit von rund 10 Stunden, was die Untersuchung einer langfristigen NK2R-Aktivierung ermöglichte.
- EB1001 zeigte in präklinischen Studien mit nicht-menschlichen Primaten vielversprechende Ergebnisse. Es wurde aufgrund seiner langen Wirkdauer ausgewählt, wobei die Halbwertszeit in Mäusen bei 5,5 Stunden liegt. Zum Vergleich: Der natürliche Ligand Neurokinin A (NKA) weist eine sehr kurze Halbwertszeit im Minutenbereich auf.
Potenzielle Vorteile von NK2R-Agonisten
Obwohl GLP-1-Agonisten wie Semaglutid und Tirzepatid klinisch etabliert sind, bieten NK2R-Agonisten potenzielle Vorteile, die sie zu einer attraktiven Alternative machen könnten.- Dualer Wirkmechanismus: NK2R-Agonisten kombinieren die Appetitkontrolle mit einer Erhöhung des Energieverbrauchs – ein bislang unerreichter Therapieansatz.
- Geringere Nebenwirkungen: In präklinischen Studien wurden keine Anzeichen von Übelkeit oder Erbrechen festgestellt.
- Erhalt der Muskelmasse: Im Gegensatz zu anderen Medikamenten bleibt die Muskelmasse erhalten, ein wesentlicher Faktor für die langfristige Gesundheit.
- Verbesserte Insulinsensitivität: Neben der Gewichtsreduktion tragen NK2R-Agonisten auch zur Regulierung des Blutzuckers bei, was sie für die Behandlung von Typ-2-Diabetes besonders attraktiv macht.
- Möglichkeiten zur Kombinationstherapie: NK2R-Agonisten könnten in Kombination mit anderen Wirkstoffen eingesetzt werden, um synergistische Effekte zu erzielen.
- Effiziente Herstellung: Die geringe molekulare Größe der Peptide erleichtert die Produktion und reduziert potenziell die Herstellungskosten.
Fazit
Präklinische Untersuchungen zeigen, dass NK2R-Agonisten die Energiebilanz positiv beeinflussen und sich damit potenziell vorteilhaft von den derzeit genutzten GLP-1-Agonisten abheben. Ob sich dieses Potenzial in klinischen Studien am Menschen bestätigt, bleibt allerdings abzuwarten. Sollten sich die präklinischen Resultate verifizieren lassen, könnte damit der Grundstein für eine neue Generation wirksamerer und verträglicherer Therapien gelegt werden, von denen die weltweit rund 400 Millionen an Typ-2-Diabetes und Adipositas erkrankten Menschen profitieren könnten._________________________________________________________________________
Verantwortlicher: Klaus Rudolf; Kommentare und Fragen bitte an: rudolfklausblog@gmail.com
Auf diesem Blog teile ich meine persönlichen Meinungen und Erfahrungen . Es ist wichtig zu betonen, dass ich weder Arzt noch Finanzberater bin. Jegliche Informationen, die ich in meinem Blog vorstelle, stellen weder Anlageempfehlungen noch Therapieempfehlungen dar. Für fundierte Entscheidungen in Bezug auf Gesundheitsfragen oder Finanzanlagen empfehle ich, sich umfassend zu informieren und bei Bedarf einen professioniellen Experten zu konsultieren.
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